Robert Thill-Heusbourg: “Wir sind auf einem sehr rutschigen Abhang unterwegs”

Debatte um Sterbehilfe (Interview 2.7.2026)

Wirtschaftliche Fehlanreize im Gesundheitssystem könnten den Druck auf schwache
Menschen in puncto Euthanasie erhöhen, warnt der Neurologe und Palliativmediziner.

Die Diskussion um Euthanasie und Palliativmedizin in Luxemburg lebte vor Kurzem nach
einer von der LSAP-Fraktion beantragten Aktualitätsstunde in der Chamber am 30. April
auf.


In einem Brief an die Redaktion fordert Dr. Robert Thill-Heusbourg unter anderem eine
bessere Kommunikation zwischen Befürwortern und Gegnern der Sterbehilfe. Er warnt vor
einer Verschiebung der Grenzen von Euthanasie.

Deshalb bat das „Luxemburger Wort“ den Neurologen und Palliativmediziner um ein Interview.

Das Mitgründungsmitglied einer Bürgerinitiative gegen Euthanasie spricht darin über den
unschätzbaren Wert von Zeit am Lebensende, über eine Wirtschaftlichkeit des Sterbens
und die Frage, wessen Wille bei fortschreitender Demenz wirklich zählt.

Robert Thill-Heusbourg, was sagen Sie Menschen, die den Wunsch haben zu sterben?


Ich habe in meinem Berufsleben eigentlich nur Menschen erlebt, die friedlich sterben
wollten. Das heißt, sie hatten Angst oder sie hatten Schmerzen. Ich habe lange auf
Palliativstationen gearbeitet und erlebte dort keinen Fall, wo wir die Angst und den
Schmerz nicht nehmen konnten. Die Familie hat oft gelitten, mehr als der Patient.
Manchmal hat auch das Pflegepersonal gelitten, auch mehr als der Patient. Und manchmal
haben dann die Patienten gelitten, weil sie nicht wollten, dass ihre Familie so viel Zeit bei
ihnen verbringen musste.


Ihre Erfahrungen führten dann dazu, dass Sie die Bürgerinitiative gegen Euthanasie und
für Palliativmedizin im Jahre 2008 mit gründeten?


Ja, genau. Am Anfang haben wir alle gedacht, wir müssten nur bessere Ärzte werden, und
dann würde sich das Thema Euthanasie von selbst erledigen. Denn wer will denn schon
Schmerzen haben? Wer will Angst haben? Niemand. Und doch: Obwohl sich mit der Zeit viel
änderte und verbesserte, auch in der Ausbildung der Allgemeinmediziner zum Beispiel, ist
der Wunsch nach Euthanasie immer stärker geworden. Und wir stellten allmählich fest,
dass es um etwas anderes geht: um Autonomie.


Sie schreiben in Ihrem Brief an die Redaktion, die Grenzen der Sterbehilfe hätten sich
verschoben. Was meinen Sie?


Die Grenzen wurden in den Niederlanden und Belgien, die schon lange vor Luxemburg über
entsprechende Gesetze verfügten, nicht bewacht, sondern ständig verschoben, ohne dass
die Gesetzestexte daran angepasst wurden. Zum Beispiel, was die Indikationen angeht. In
Luxemburg haben wir das Problem mit den Grenzen bisher nicht, obwohl immer mehr
Menschen Euthanasie wünschen.

Sie führen in Ihrem Brief an, dass es eine bessere Kommunikation zwischen Befürwortern
und Gegnern von Euthanasie geben müsste. Demzufolge müssten Sie einen
Bürgerkonvent, wie er in Frankreich stattfand, begrüßen.


Wir wissen ja, was dabei herauskommen würde, oder? In Frankreich waren 75 Prozent für
Euthanasie. Fast 50 Prozent sprachen sich auch für die Euthanasie von Jugendlichen aus.
40 Prozent wünschten sich eine Aufhebung der Indikationen. Diese Resultate kann man
vermutlich auf Luxemburg übertragen. Es würde mich wundern, wenn es nicht so wäre. Es
wundert mich ja jetzt schon, dass der Anteil der Euthanasie an den Sterbefällen insgesamt
so gering ist: circa 0,8 Prozent im Vergleich zu circa sechs Prozent in den Niederlanden und
vier Prozent in Belgien.


Doch auch wenn es „nur“ 0,8 Prozent sind: Mir tut es um jeden einzelnen Fall leid, weil er
möglicherweise bedeutet, dass die begleitende Medizin schlecht war. Es gibt nach wie vor
schlecht ausgebildete Ärzte. Und es gibt Ärzte, die keine Zeit haben. Es gibt aber auch
Familien, die keine Zeit haben. Darüber hinaus stehen wir vor einem Paradigmenwechsel,
indem wir sagen, dass Würde nur dann existiert, wenn man den Moment des Sterbens
selbst bestimmen kann.

Was verstehen Sie denn unter Würde?


Zweierlei. Zum einen gibt es die allgemeine Würde, die jeder hat, Sie und ich, egal, woran
Sie glauben. Die Würde, die wir Christen als gottgegeben bezeichnen und die weder
zugesprochen noch weggenommen wird, sondern die einfach da ist. Jeder kommt damit
zur Welt. Und dann gibt es die Würde als Gestaltungskraft, über die wir verfügen, die
besonders in calvinistischen Ländern unterstrichen wird. Und gemäß dieser Auffassung
nimmt diese spezifische Würde ab, wenn die eigene Leistungsfähigkeit sinkt.


Deswegen arbeiten wir auf unseren Palliativstationen auch mit der sogenannten „Dignity
Therapy“. In langen Gesprächen arbeiten wir mit den Patienten, die von sich sagen, dass
sie nichts mehr wert sind, ihr Leben auf. Wir sagen ihnen: Schau mal, was du alles gemacht
hast. Aber dafür muss man sich Zeit nehmen. Zeit steht über allem. Ohne Zeit sagen Sie den
Menschen: Bitte geh, und bitte geh schnell.

Die ADR-Abgeordnete Alexandra Schoos sagte in der Aktualitätsstunde in der Chamber
am 30. April, sie wünsche sich, dass Palliativmedizin stets prioritär herangezogen wird.
Schließen Sie sich Ihrer Parteikollegin an?

Ich bin Neurologe, da schaut man ganz anders auf Palliativmedizin. Neurologen denken
nicht wie Chirurgen in Stunden oder Wochen, sondern sie denken in ganz langen
Zeiträumen, weil viele der Krankheiten ihrer Patienten chronisch sind, also nicht geheilt
werden können. Ich war ab 2014 Mitglied der Direktion des Hôpital du Nord in Ettelbrück,
und ganz am Schluss sechs Monate lang medizinischer Direktor.


Das heißt, ich befand mich in der anfangs für mich absurden Situation, auf einmal rechtlich
dafür verantwortlich zu sein, dass in dem Haus sehr schwierige bioethische Fragen
natürlich so ablaufen mussten, wie das Gesetz es vorschreibt, egal ob es sich um
Euthanasie oder Abtreibung handelt. Und dass ich dafür Sorge trage, dass es gut abläuft.
Und das habe ich auch getan. Es wäre mir nie eingefallen, irgendjemandem Steine in den
Weg zu legen. Mein Credo lautete jedoch immer, dass niemand Euthanasie wünschen soll,
weil er schlecht behandelt wird oder weil der Arzt keine Zeit hat. Das war mein
Hauptanliegen.

Sie stimmen Alexandra Schoos also zu?


Ich fand die Rede von ihr sehr gut, aber wir erreichen nicht alle Menschen mit
Palliativmedizin. Es gibt Menschen, die sagen einfach: Ich will jetzt sterben. Und für die ist
es wichtig, dass sie in diesem Moment sterben können, weil für sie der Zeitpunkt genau
dann gekommen ist. Palliativmedizin bedeutet nicht nur ein „Mehr“ an Zeit, sondern auch
an Kosten. Euthanasie ist konkurrenzlos billig. Die Kosten für Euthanasie inklusive der
letzten Konsultation des Arztes betragen in Luxemburg ungefähr 100 Euro. Wenn wir nun
bedenken, dass wir in einer Zeit leben, in der allerorten Budgets gekürzt werden …

Wird es in Ihren Augen irgendwann nicht mehr wirtschaftlich sein, Patienten über längere Zeit auf einer Palliativstation zu betreuen?

In Kanada und in Kalifornien wird genau das schon ganz klar ausgesprochen. Dort heißt es:
Warum noch eine Chemotherapie anberaumen, die kostet viele Tausend Dollar. Das andere
ist billiger. Auch Belgien und Frankreich haben die Kosten schon mal ausgerechnet und
veröffentlicht.


Aber in Luxemburg ist das noch nicht der Fall …


Nein, aber es gibt Menschen, die verstehen die Zeichen der Zeit sehr gut. Wenn sie sehen,
dass Frau Müller früher gegangen ist, ihrer Familie das erspart hat … Das übt enormen
Druck auf Patienten aus.

Müsste mehr darüber debattiert werden?


Hierzulande kommt die Beschäftigung mit dem Thema einem Kulturkampf gleich. Das
habe ich so weder in Österreich noch in Deutschland erlebt. Dort kann man überall auf
einem sehr hohen Niveau mit Befürwortern und Gegnern von Euthanasie reden. Ich bin
heute auch dafür, dass es ein Euthanasiegesetz gibt – eben, weil es dem Willen einer
Mehrheit des nicht mehr religiös gebundenen Volkes entspricht. Das ist das Wesen der
Demokratie, nur kann ethisches Verhalten nicht an der Wahlurne gemessen werden. Ich
kann es nicht anders sagen, denn wir müssen auf diese Weise eine Verständigung über ein
„minimum morale“ in einer säkularisierten Gesellschaft erreichen.


Ich kann keinem meine Vorstellung aufzwingen, aber ich kann schauen, dass alles
medizinisch und rechtlich korrekt abläuft. Dass jeder den Zugang zu einer guten Medizin
hat und auch zu einem guten Tod.

Das heißt, Sie sind nicht komplett gegen Euthanasie. Sie sagen nur, man soll alle
Möglichkeiten der Palliativmedizin vorher ausgeschöpft haben …


Ich würde nicht einmal mehr das sagen. Natürlich muss man das immer. Schlechte Medizin
darf es nicht geben, das ist klar. Jemand, der wirklich sterben will, muss von Gesetzes
wegen die Möglichkeit dazu haben. Aber wir sind meiner Ansicht nach auf einem sehr
rutschigen Abhang unterwegs. Es gibt einen sehr großen Druck auf viele schwache
Menschen, sich auch umbringen zu lassen. Das ist mein Hauptproblem mit dem
Euthanasiegesetz.


Was sagen Sie, wenn ein Patient im Frühstadium einer Demenz den Wunsch nach
Sterbehilfe äußert?


Darauf antworte ich mit der Unterscheidung zwischen Persönlichkeit A und B.
Persönlichkeit A ist noch nicht dement, und sie sagt, wenn ich einmal dement bin, dann
wünsche ich mir Sterbehilfe. Und an dieser Stelle zitiere ich das Beispiel von Walter Jens,
dem berühmten deutschen Rhetoriker: Er war immer ein Verfechter der Euthanasie. Als er
an Demenz in fortgeschrittenem Stadium litt, ging er fröhlich pfeifend die Straße entlang
und sang. Und sein Sohn schrieb ein Buch darüber, dass der Vater, entgegen früherer
Äußerungen, einfach nur weiterleben wollte. Das ist der aktuelle Wille.


In der gesamten Medizin zählt der aktuelle Wille und kann nicht dem Willen aus früheren
Zeiten unterstellt werden. Die Entwicklung zu sagen, dass nur die Persönlichkeit A zählt,
und die Persönlichkeit B keine Rechte mehr hat, finde ich schlimm. Für Palliativmediziner
zählt immer der letzte Wille am Ende des Lebens. Dies gehört zwingend zur Definition von
Würde dazu.

Zur Person


Dr. Robert Thill-Heusbourg ist Neurologe und Psychotherapeut mit einer
Zusatzausbildung in Sportmedizin, Palliativmedizin und Geriatrie. Er arbeitete von 1994
bis 2022 im Hôpital du Nord in Ettelbrück, kurze Zeit davon als medizinischer Direktor,
und ist seit 2022 nurmehr in seiner Praxis tätig. ADR-Mitglied Thill-Heusbourg ist
Mitgründer des Dachverbandes und Kompetenz-Netzwerks „Treffpunkt ADHS“ und stand
diesem von 2011 bis 2018 als Präsident vor. Darüber hinaus war er 2008 Mitgründer der
Bürgerinitiative „Euthanasie: Neen! – Palliativ: Jo!“.

Martina Folscheid
Redakteurin Luxemburger Wort

https://www.wort.lu/politik/dr.-robert-thill-heusbourg-wir-sind-auf-einem-sehr-rutschigen-abhang-unterwegs/158030248.html

Würde nur durch das Recht auf den Tod an sich?

Autonomie anstelle von Leiden als Maßstab

Im Vorwort zur 2022 prioritär für Aerzte veröffentlichten Broschüre „Euthanasie ou assistance au suicide“ der luxemburgischen Sterbehilfe -Organisation ADMD „Mäi Wëllen, Mäi Wee“ schreibt deren Präsident, Me Jean-Jacques Schonckert, einen irreführenden Satz, der bisher in jedem Land vor Einführung eines Euthanasiegesetzes , zuletzt auch in Frankreich, gebetsmühlenartig wiederholt wurde : „Or il s’agit d’un acte médical exceptionnel et rare.“

Paulette Lenert, Vize-Präsidentin der ADMD, sagt im Interview hierzu: „Ich wünsche mir, dass wir an der Spitze der Länder, die nach vorne gerichtet denken, bleiben.“ Sie spricht dann von der Notwendigkeit einer Erweiterung unseres Euthanasiegesetzes und spricht dabei einerseits vom „deutschen Modell“ als einem Recht auf assistierten Suizid ohne Indikations-und Altersbegrenzung und andererseits von der Möglichkeit einer verfassungsmässigen Verankerung eines Grundrechts auf Euthanasie, wie es auch  in Frankreich vom Präsidenten ihrer französischen Schwesterorganisation (ADMD) Jean-Luc Roméro-Michel, vor kurzem analog zum Recht auf Abtreibung mit Verfassungsrang gefordert  wurde. (Zitat: „ Mein Körper gehört mir, mein Tod gehört mir“)

Die befürchtete „schiefe Bahn“ oder „pente glissante“ ist Realität geworden, die Grenzen werden nicht bewacht, sondern stetig veschoben, wir sehen es derzeit nur noch nicht so stark in Luxemburg. Die Entwicklungen in unseren Nachbarländern und in USA und Kanada belegen dies einerseits mit dem rasanten Anstieg der Zahlen und der ständigen Erweiterung der Indikationen bzw der stillschweigend gewährten erweiternden Interpretation der Indikationen, ohne dass Gesetze geändert werden.

Die Diskrepanz der Euthanasie-Zahlen im ehemals katholischen Luxemburg mit zuletzt 2024 im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabilen 0,8 % an der Gesamtzahl der Sterbefälle zu den Zahlen unseren Nachbarländer ist enorm. 2024 betrug der Anteil der Euthanasie-Fälle an der Gesamtzahl der Sterbefälle in den ehemals protestantisch-calvinistischen Niederlanden 5,8 % mit  jährlichen Zuwachsraten um 10 %, in Belgien 3,6 % mit konstanten jährlichen Zuwachsraten zwischen 10 und 16 %, wovon 70 % der Fälle im ehemals protestantisch -calvinistischen Flandern und 30 % im ehemals katholischen Wallonien deklariert werden.

Diese so unterschiedllichen  Entwicklungen werfen viele Fragen auf, wobei der verschiedene ehemalige Konfessionsstand dieser Länder dies nicht allein erklären kann, da im ehemals katholischen Québec in Kanada 2024 die  weltweit höchste Euthanasie-Rate mit 7,3 % der Gesamt-Sterbefälle dokumentiert wurde bei jährlichen Zuwachsraten um 10%, wobei laut dem Department of Justice Canada bei ca 50% der Euthanasie-Kandidaten die Angst, anderen nicht zur Last fallen zu wollen, als Motivation angegeben wird.  Laut den letzten Umfragen waren übrigens 28 %  der befragten Kanadier der Meinung, dass Obdachlosigkeit eine ausreichende Bedingung sei, um den Euthanasie-Antrag zu stellen.

Im Kontext der aktuellen französischen Debatte um Euthanasie und „fin de vie“ und dem von Präsident Macron bevorzugten belgischen Modell wird das französische Tryptichon „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ grundlegend verändert: Gleichheit und Brüderlichkeit treten in den Hintergrund, wenn Menschen kein ausreichender Zugang zu Palliativmedizin gewährt wird und andere lieber sterben wollen als ihren sozialen Tod zu leben. 

Laut Dietmar Mieth ist Freiheit eine Tochter der Solidarität. Wir haben aber oft nicht die Ressourcen, um Menschen in Not ein tragfähiges Haltenetz anzubieten, in dem wir zuerst Zuhörer und nicht ungenügend ausgebildete Schnell-Urteiler sind. Es geht jetzt nicht mehr nur um Menschen, die sterben werden, sondern um Menschen, die sterben wollen. Josef Pieper schrieb, dass die Verwirklichung des Guten das Wissen um die Wirklichkeit voraussetze:“ Wer nicht weiss, wie die Dinge wirklich sind und liegen, der kann auch nicht das Gute tun, denn das Gute ist das Wirklichkeitsgemässe.“

Wim Distelmans, Professor für Paliliativmedizin an der VUB und Vorsitzender der belgischen Euthanasie-Kontroll-Kommission schreibt in seinem grundlegenden Buch zum belgischen Euthanasie-Modell: « Weder der Patient selbst noch der behandelnde Arzt müssen sich an das Gutachten des zweiten oder dritten Arztes halten. Sogar wenn einer der Gutachter der Meinung ist, dass die Therapiemöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft seien, kann der Patient dies verweigern und auf der Euthanasie bestehen. Die letzte Verantwortung für die Durchführung des Willens seines Patienten  bleibt somit  in den Händen des behandelnden Arztes. »

2 Personen mit Demenz wurden 2020 (und 6 von 346 Patienten 2024) nach  dem Urteil des obersten Gerichtshofes der Niederlande vor ihrer Euthanasie « heimlich bzw unter Anwendung von Zwang“(„subreptice“) sediert, weil ihre natürliche Willensbekundung zum Zeitpunkt der Euthanasie der ursprünglich in der Patientenverfügung gewünschten Euthanasie widersprach.

Da nun die Befürworter der Euthanasie im neuen französischen Gesetz analog zur Abtreibungsgesetzgebung einen Artikel  zur „Straftat der Verhinderung der Sterbehilfe“  vorsehen und die Gegenseite bezüglich der Euthanasie von einem „Zivilisationsbruch“ spricht, bleibt tatsächlich kein Raum mehr frei für Diskussionen und dieser Kulturkampf der gegenseitigen Exkommunikationen schadet unserem gesellschaftlichen und demokratischen Miteinander mehr als wir tragen können.

Dr Robert Thill-Heusbourg

Ettelbruck

Neurologe, Palliativmediziner, Psychotherapeut und Koordinator für klinische Ethik-Beratung im deutschen Ethik-Curriculum

Ettelbruck, am 10. Mai 2026

Bréif un de Comité vun der Actioun Lëtzebuergesch 07.10.2023

Dir Dammen an Dir Hären,

Ech hu ganz vill Sympathien fir d‘Actioun Lëtzebuergesch an hier jorzéngtelaang Aarbecht fir eis Sprooch an ech war selwer, ëm 1978, ier ech mäi Medezinstudium ugefaang hun, als deemools jonke Schoulmeeschter-Aspirant am Comité vun Aerer Organisatioun.

Ëmsou méi verwonnert war ech, wéi ech an der Klack fir eis Sprooch vum 7.10.2023 an daer Rubrik iwert de Rollator gelies hun, datt un Alkohol-Ofhängegkeet an Multipel-Drogen-Ofhängegkeet krank Mënschen als „Schluppert“ an „“Drogemänni“ bezeechent gin, déi net „richteg“ krank wiren ( „Kränkt“ ënner Guillemet‘en) an awer all Hëllef vun der CNS géife kréien, am Géigesaz -an der Virstellung vum Auteur vun dësem Artikel- zu deene  „ richteg“ an „onschëlleg“ kranke Leit, déi hire Rollator/ Rulli net vun der CNS rembourséiert kréichen.

Ouni lo wëllen op déi och sachlech sou net korrekt Aussoen iwert dëst Hëllefsmëttel anzegoen, fannen ech des Aussoën vun der Actioun Lëtzebuergesch iwert dësen Deel vu vulnerable Patienten einfach onméiglech an irresponsabel a sachlech falsch. Et fällt fir méch suguer ënnert „Hate-Speech“ fir ënnert reell Kranken tëschent „gudden“ a „schlechten“, „schëlleg“ an „onschëlleg“ Kranken ze ënnerscheeden.

Ech hoffen, datt d‘Actioun Lëtzebuergesch séch fir dës Aussoen entschëllegt an si offiziell zréckzitt.

Dr Robert Thill-Heusbourg

Médecin-spécialiste en neurologie et psychothérapie

Centre Hospitalier du Nord

Marguerite Duras an d’ Gefor vun Ideologien

De Gilbert Pregno schreiwt op Facebook haut:

“Marguerite Duras, Le Matin, 4 juin 1986, c’était il y a presque 35 ans ….”

« Maintenant on pourrait presque enseigner aux enfants dans les écoles comment la planète va mourir, non pas comme une probabilité mais comme l’histoire du futur. On leur dirait qu’on a découvert des feux, des brasiers, des fusions, que l’homme avait allumés et qu’il était incapable d’arrêter. Que c’était comme ça, qu’il y avait des sortes d’incendie qu’on ne pouvait plus arrêter du tout. Le capitalisme a fait son choix : plutôt ça que de perdre son règne. » (Marguerite Duras)

Ech hun e grousse Problem mat Ideologien, reliéisen an net reliéisen, well se ëmmer géint d‘ Intelligenz denken an handelen. Et gët eben e richtegen an e falsche Gebrauch vu Weltanschauungen, suwuel reliéisen wéi de net-reliéisen. De Josef Pieper huet hei parallel a synonym zuer Definitioun vun der „Ideologie“ vun der „Selbsttäuschung, die ja nichts anderes ist als eine vom Willen her bestimmte Unsachlichkeit in der Wirklichkeits-wahrnehmung“ geschwat. All Ideologien behënneren esou d‘ Entwécklung vun der Intelligenz a vum Gudden an alle Beräicher, ob elo „Bio-Ethik“ oder „Oeko-Ethik“, well, hei rëm mam Pieper geschwat, „der Vorrang der Klugheit bedeutet nämlich nichts anderes, als dass die Verwirklichung des Guten das Wissen um die Wirklichkeit voraussetzt. (…) Wer nicht weiss, wie die Dinge wirklich sind und liegen, der kann auch nicht das Gute tun; denn das Gute ist das Wirklichkeitsgemässe.“ Domadder si mir scho matzen am Thema vun Bio-an/oder Öko-Ethik, well Du kanns jo net déi bannenzéch Welt vun der Bausse-Welt trennen, a wanns Du et fir aner Zwecker wéi déi vun der Analyse méchs, da bass Du schon an daer Fal, vun daer de Pieper schreiwt. D‘ Marguerite Duras war an deem Sënn wirklech eng Visionärin, datt sie op d’manst am Beräich vun der „Bio-a Sexual-Ethik“ 1977 trotz Opfuerderung duerch den Här Matzneff selwer net mat deenen ideologesch verblendten franséische Lénken vun Aragon bis De Beauvoir a Sartre déi infam Tribune am Le Monde zum Thema Exculpéirung an Entkriminaliséirung vun der Pédophilie mat ënnerschriwen huet. Datt déi selwecht Leit (ouni d‘ Marguerite Duras) och d‘ Wierk vun engem intelligenten Net-Ideologen wéi den Albert Camus veruecht hun, seet jo scho genuch. An do, wou d‘ Marguerite Duras ideologesch bleiwt wéi hei an deem Text, wou si schreiwt, datt et am Conträr zum Kommunismus déi inhärent Logik vum Kapitalismus wier, déi eis Ëmwelt géif zerstéieren, sou gesi mir haut suwuel an de kommunisteschen wéi post-kommunistesche Länner, datt et net eleng de fräie Maart an de Kapitalismus sin, déi d‘ Ëmwelt wéinst „Profit“ zerstéieren, mee datt déi selwecht Maximéirung vum Profit a vum Wuesstem dat och an deene „kommunistesche“ Länner an an hire neien Kolonien an Afrika mécht, wubei hei nach de Problem dobei kënnt, datt et an deene Länner keng fräi Press gët, déi sou wéi an eise kapitalistesch-demokratesche Länner en alternativt Bewosstsein schafe kann. Dofir fannen ech déi zwee nei Bicher vum Carola Rackete an Luisa Neubauer (vum Greta Thunberg hun ech do nach näischt zu deem Thema a Buchform gelies, mee et geet awer och an déi Richtung) zum Thema Migratioun an Klimakrise nëmmen nach traureg, well hei aus enger neo-„marxistescher“ Attitude eraus argumentéiert gët, datt mir nëmmen de Kapitalismus mussen ofschafen, an da waer alles an der Rei. Dat si fir méch Vertrieder vun enger Pseudo-“Woke-Culture”, déi eng ganz autoritär lénks Ideologie Vertrieden, déi net besser wéi déi vu riets as, mee a méngen An méi geféierlech, well se séch mam Mäntelchen “Humanitéit” vill besser verkeeft.

«Être de droite ou être de gauche, c’est être hémiplégique.» Ortega y Gasset

Firwat steet an der Zeitung, Du wiers e “Brandstëfter”, Papa?

Prélude:

De Fall vun der Madame Christiane Kies als Kandidatin op der ADR – Lëscht fir d’ Gemengerotswalen 2017 huet rëm ville Leit Geleenheet gin, ideologesch motivéierten Haass iwert d’ ADR ënnert engem vermeintlech gudde Virwand lasszegin.

Schued….et war eng  “Affaire”, déi eigentlech keng war…

Si war awer trotzdem komplett onnéideg an hätt kënnen a sollen vun der ADR-Spëtzt am Virfeld verhënnert gin, well si schiedegt all aner seriö Kandidaten, déi de Fernand Kartheiser zurecht op séngem Blog als “couragéiert” bezeechent, op dëser an op anere Lëschten, besonnesch an dësen Zäiten, wou “Cyber-Milizen” op de soziale Medien eng nei Form vun Inquisitioun  agefouert hun.

Der Madame Kies hier Aussoen op Youtube  (déi vläischt strofrechtlech relevant Videon schénge mëttlerweil geläscht ze sin) si penibel. Si sin net nëmmen eng Beleidejhung vu ville Mënschen a vum Verstand, mee och eng Blasphemie vis à vis vun der chrëschtlecher Relioun, déi si hei a Geiselhaft hëlt fir hier onsäglech Iwerleeungen.

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“Firwat steet an der Zeitung, Du wiers e “Brandstëfter”, Papa?”

Sou huet méch 2008/2009 mäi Meedchen ugeschwat, well d’ Kanner am Schoulhaff esou iwert méch geschwat hätten…Dat war zu dësem Zäitpunkt am Kader vun der Rufmord – Campagne vum Wort, déi deen deemolege Wort-“Journalist” Laurent Zeimet géint méch (an anerer) gefouert huet, well ech méch zu deem Zätpunkt am Kader vun der Mobiliséirung géint déi vum Här Juncker toleréiert a gefördert alternativ Majoritéit an der Chamber fir dem Här Huss säin Euthanasie-Projet an der ADR engagéiert hat, well déi deemoleg CSV ze feig war (an haut och nach ëmmer as), dat oppen unzeschwätzen. Den Här Zeimet huet deemools -géint all journalistesch Deontologie- vu mir a vun aneren als “geistige Brandstifter” geschwat, déi “Unterschlupf” bei der ADR font hätten, alles Bezeechnungen mat krimineller Connotatioun. Dat war en ähnleche Jargon (“Hass-Hemmschwellen senkend” géif een op Däitsch soen) wéi deen, deen haut deen aktuelle Chefredakter Jean-Lou Siweck (aus dem Här Juncker sénger Schoul) a séngem Editorial vum 16. September 2017  gebraucht huet. Hei kommen d’ “Schmuddelkinder” nach dobäi. Den Här Léon Zeches, deemolege Chef-Redacteur vum Wort, mat deem ech ganz vill a gutt zesumme schaffe konnt, huet mir deemools Recht gin a mir versprach, hie géif dat bei deem betreffende “Journalist” uschwätzen… Haut sin déi selwecht Ongeeschter anscheinend rëm do. Schued fir deen Differenzéirungsverloscht an enger Zeitung, déi dem (kathoulesche) Bistum gehéiert.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

 

Zum Artikel  über das Internationale Forum für Lernschwierigkeiten vom 30.1.2016

Eine für mich sehr stimmige Definition von Krankheit in Bezug auf Lern-und Aufmerksamkeitsstörungen stammt von Prof. Andreas Warnke:  „Wir sprechen von Krankheit, wenn eine körperliche oder seelische Beeinträchtigung so schwerwiegend ist, daß ein Kind oder Jugendlicher der Bewältigung von alters-und entwicklungsangemessenen Lebensaufgaben nicht nachkommen kann und dadurch seelisches und körperliches Leid von Behandlungsrelevanz entsteht.
Die von dem Störungsbild betroffenen Kinder und Jugendlichen haben eine hohe Gefährdung in ihrer sozialen Eingliederung zu scheitern, in Familie, Kindergarten, Schule und Beruf in Außenseiter-positionen zu geraten und  in ihren begabungsadäquat schulischen und beruflichen Ausbildungsgängen zu scheitern.“

Wieso  das von der Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse  veranstaltete  Symposium zu Lern-und Aufmerksamkeitsstörungen  (von Dyslexie über Dyspraxie, Dysphasie, Dyscalculie zu ADHS), laut Homepage und Pressekonferenz,  als einen der Hauptgedanken des Kongresses angegeben hat, dass diese Störungen weder als Krankheit noch als Behinderung zu bezeichnen seien, ist mir nicht bekannt. Es stellt aber aus neurologischer Sicht ein schwer verständliches  und weder  wissenschaftlich noch gesundheits-politisch argumentierbares Konzept dar .

Der zurecht wie oben  definierte Krankheits-und Behinderungsbegriff dient auch als  Schutz und  Rechtsquelle: Schutz vor Ausgliederung, Recht auf Diagnostik, Recht auf Differenzierung und Inkludierung, Recht auf Behandlung, Recht auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse ohne das die betroffenen Kinder und Erwachsenen keinen  Anspruch auf angemessene Berücksichtigung in unseren Schulen ( aménagement raisonnable) oder am Arbeitsmarkt (Statut des travailleur handicapé) haben.

Dr Robert Thill-Heusbourg

Facharzt für Neurologie

Präsident des Treffpunkt ADHS

siehe auch das Video hierzu auf meiner Facebook-Seite

Recht zum Sterben-Pflicht zum Sterben: Seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt

Dr Robert Thill-Heusbourg

Vortrag am Ethik-Symposium

St. Josef-Hospital Wiesbaden

  1. November 2015


Zwei Bemerkungen zu Beginn:

  1.  Folie Centre Hospitalier du Nord

Als wir 2003 in Ettelbruck unser Klinikum neu bauten, hatten die Architekten die Idee, die Palliativstation nicht nur nicht im allgemeinen Bettenflügel, sondern im ruhigeren zentralen Verwaltungsturm unterzubringen, andererseits aber auch nach aussen eine Grenze zu überschreiten, indem sie die Zimmer einfach einen Meter über die Fassade hinauswachsen liessen : zeichenhaft für das Mehr an Engagement, Zeit und Raum, was  gute Medizin und Palliativmedizin von uns einfordern.

  1. Folie Wappen Spaniens: Plus ultra

Im Wappen Karls V. symbolisieren die Säulen des Herakles noch die Grenzen der alten Welt, das “Non plus ultra”, das “Hier geht es nicht mehr weiter”, konkret bei den Phöniziern die Meerenge von Gibraltar, aber Karl V. hatte diese Säulen dann nach seinem Vorstoss nach Amerika mit einem neuen Spruchband mit seinem nun modifizierten Wahlspruch “plus ultra”, also “darüber hinaus”, “immer weiter”, versehen. Dieses “Plus ultra” ist nun auch zur Devise unserer globalisierten Welt geworden und dient quasi als Auftrag, alle bestehenden Grenzen, und natürlich besonders  in den Geistes-und Naturwissenschaften, aber auch im religiösen, ethischen und moralischen Geistesraum in Frage zu stellen.

 

Ich habe immer schon gesagt, dass die Vorbereitung zum Euthanasie-Denken  schon beim öffentlichen Transport beginnt. Wenn wir es nicht schaffen, den schwächeren Mit-Menschen, welche nicht mehr so gut und so schnell „funktionieren“, das Gefühl zu geben, dass sie ge-und beschützt (siehe „Pallium“) werden, dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn sie früh- und vorzeitig bereit sind, Schluss zu machen und ihrem Leben ein Ende zu bereiten (bereiten zu lassen), sobald sie auf die Hilfe und Unterstützung anderer Menschen angewiesen sind.

Continue reading:   Recht zum Sterben-Pflicht zum Sterben: Seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt

Der Abschied von Grenzen und Ritualen – Euthanasie und die Suche nach der Achtsamkeit des Lebens

Vortrag am Symposium « Palliativ ohne Grenzen », Meran

Themenschwerpunkt « Würde bis zuletzt »

30.5.2014

Dr Robert Thill-Heusbourg, Hôpital Saint Louis

Centre Hospitalier du Nord, Ettelbruck

 

 

„Der Abschied von Grenzen und Ritualen“

– Euthanasie und die Suche nach der Achtsamkeit des Lebens

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Ich werde den Gedankenraum dieses Vortrags in einem Dreischritt mit ihnen begehen. Im ersten Gedankenraum begegnen wir dem Begriff der Grenzen , im zweiten Gedankenraum begegnen wir dem Begriff der Rituale. Den dritten Gedankenraum habe ich in vier kleinere Räume unterteilt : Achtsamkeit, Askese des Raumes, Askese der Zeit, Langsamkeit.

 

Ein alter Hofrat, den ich vor mehr als 30 Jahren in Graz kennen lernen durfte, pflegte seinen Vorträgen immer eine Art kurzes Ritual einer « Bitte um Nachsicht », einer « captatio Continue reading:   Der Abschied von Grenzen und Ritualen – Euthanasie und die Suche nach der Achtsamkeit des Lebens

Leserbrief an den Chefredakteur des Luxemburger Wort

24.Juni 2014

 

Herrn Jean-Lou Siweck

Chefredakteur

Luxemburger Wort

 

 

 

Sehr geehrter Herr Siweck,

 

In Ihrem Leitartikel vom 21. Juni zum Thema ADR “Platzproblem” schreiben Sie unter anderem:

 

“Fernand Kartheiser gibt seinerseits vehement den Verteidiger eines erzkonservativen Familienbildes. Nur schade, dass er seine politische Karriere vorher, als Vorsitzender der Männervereinigung AHL, auf seiner Scheidung aufgebaut hat…”

Ich bin erstens darüber verwundert, dass sie Herrn Kartheiser somit unterstellen, dass er sein Engagement für ein “konservatives Familienbild” nur vortäuscht (“Gibt..den Verteidiger”) Dass sie zweitens einen (vermeintlichen) Gegensatz sehen zwischen seinem konsequenten Eintreten für ein “konservatives” Familienbild und der Tatsache seiner Scheidung, ist doch erstaunlich für einen Menschen Ihrer Bildung und Ihres Auftrags. Ich glaube nicht, dass der Umstand, in einer Ehe gescheitert zu sein, ein Grund sein könnte, sich nicht mehr für ein katholisches – Sie nennen es “erzkonservatives”- Familienbild einzusetzen, im Gegenteil. Gerade aus dem Scheitern heraus erstehen Menschen oft mit einem erneuerten Blick auf das Vergangene und vermögen so anders und manchmal auch besser mit alten Idealen und anderen Menschen umzugehen.

Ich finde es weiters befremdlich und bedauerlich, dass sie Herrn Kartheiser einen Vorwurf daraus zu machen scheinen, dass er als politisch denkender Mensch seine persönliche Situation als Geschiedener, die er mit vielen Menschen in unserem Land teilt, zu einem seiner Ausgangspunkte für sein politisches Handeln macht. Für sehr viele Menschen in psycho-sozialen und politischen Berufen lassen sich ihr spezifisches Engagement und ihre Berufswahl auf solche biographischen Wunden zurückführen und dies ist weder krankhaft noch ehrenrührig.

Hochachtungsvoll und mit der Bitte um Veröffentlichung auf Ihrer Leserbriefseite,

 

Dr Robert Thill-Heusbourg